Dachdecker
Der Dachdeckerberuf ist ein traditioneller Handwerksberuf. Das typische Eindecken von Dächern ist dabei nur eines von vielen Tätigkeitsbereichen, denn der Dachdecker wird auch oft in anderen Bereichen als Experte um Rat gebeten. Das Tätigkeitsfeld erstreckt sich heute vom Keller bis zum Dach. Das handwerkliche Arbeiten steht dabei immer im Vordergrund.
Der Beruf des Dachdeckers hat sich mit der Zeit verändert. Heute werden Brücken, Deponien, Tunnel und Schwimmbäder von Dachdeckern abgedichtet. Dies erfordert auch nach dem Berufsabschluss eine ständige Weiterbildung. Außerdem ist der Dachdecker in der Lage Blitzschutzanlagen zu montieren und zu überprüfen. Des Weiteren hat er Kenntnisse über Dachentwässerung, Gerüstbau und den Einbau von Dachflächenfenstern.
Bauwerke werden durch Dachdecker vor Witterungswechseln beschützt, durch die man auch Energie einsparen kann. Bereits der Untergrund des Hauses wird vor Feuchtigkeit und Wasser abgedichtet. Der Dachdecker ist in der Lage Wände und Fassaden zu dämmen und zu bekleiden. Einige Dachdecker spezialisieren sich auf das Eindecken von Reet- und Schieferdächern. Diese Fähigkeiten können nur durch eine tief greifende Ausbildung erlernt werden.
Durch die fachgerechte Ausführung der Arbeiten leistet der Dachdecker einen großen Beitrag zum Umweltschutz. Die Anlage von begrünten Dächern und die Installation von Solarzellen gehören ebenfalls zum Aufgabenprofil.
Die Berufsgruppe kennt viele Baustoffe und Produkte der Natur. Die Arbeiter müssen nicht nur handwerkliches Geschickhaben. Auch gestalterische Fähigkeiten muss ein Dachdecker mitbringen.